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Alles nur Fassade

Kleider machen Leute und Fassaden machen Häuser! Von wegen NUR Fassade. Kaum ein Thema hat uns bei der Renovierung unserer neuen alten Hopfenhalle mehr beschäftigt als die Entscheidung, welche Fassade sie in Zukunft tragen soll. Es soll ein Ort für besondere und genussvolle Momente inmitten der Natur werden. Dazu gehört selbstverständlich eine passende Außenhaut, die von Weitem schon einen Spannungsbogen schlägt. Zugleich gilt es aber auch der Wirtschaftlichkeit und Ökologie Rechnung zu tragen und eine für uns und die Region authentische Lösung zu finden. Gibt es diese Fassade überhaupt? Wild entschlossen begaben wir uns auf die Jagd nach der eierlegenden Wollmilchsau!

Über Monate hinweg war die Frage nach der richtigen Fassade für uns ein allgegenwertiges Thema. Wir unternahmen Studienfahrten nach Vorarlberg und wälzten stundenlang Architekturveröffentlichungen auf der Suche nach der perfekten Lösung. Pragmatiker berieten uns zu lasierter Bretterverschalung mit Decklatten, ästhetischen Hardlinern schwebte vielmehr eine verkohlte Holzfassade nach der japanischen Yakisugi- Technik vor. Ratzfatz fanden wir uns in einem komplizierten Variantengemenge mit hitzigen Diskussionen wieder und all das in einer historischen Holzkrise. Zwischenzeitlich war nicht einmal mehr klar, ob wir uns eine Holzfassade überhaupt leisten können.

Am Ende dieser Fassadenodyssee war die Antwort einfacher als gedacht. Machen wir’s doch wie Uropa Bernhard. Wir gehen ins Rennen mit heimischer Fichte, unbehandelt und ungestrichen. Eine moderne Handschrift wird die Fassade dennoch tragen, denn wir verzichten auf die klassische Decklattung und wagen die offene Fuge zwischen den Brettern für ein wenig Eleganz. Mit unseren architektonischen Entscheidungen spannen wir eine Art Leinwand. Regen, Sonne, Kälte und Hitze werden daraus im Laufe der Zeit ein natürliches Kunstwerk gestalten. Wie unser Hopfengut wird wohl auch unsere Fassade immer im Wandel bleiben.

 

 

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